Top Teams unter sich

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Für jeden was dabei

Großkötz und Krumbach holen wichtige Punkte im Aufstiegskampf
Zu einem Spitzenspiel um den zweiten Tabellenplatz der Bezirksliga Schwaben trafen sich am Samstag die Volleyball-Herrenmannschaft aus Krumbach, Großkötz und Augsburg-Hochzoll. Da der TSV Schwabmünchen mittlerweile praktisch uneinholbar dem Meistertitel entgegenstrebt, entbrennt nun zunehmend ein Kampf der drei übrigen Top-Teams um den Relegationsplatz zur Landesliga Süd-West. Zu Beginn stand die Partie der Kötzer gegen den Gastgeber aus Augsburg. Während man im Hinspiel noch einen 3:0 Sieg verbuchen konnte, tat man sich diesmal erheblich schwerer und musste die Punkte an die Hausherren abgeben (20:25, 22:25, 24:26). Dabei war diesmal die oft gescholtene Annahme viel besser, als mancher Beobachter erwartet hatte, das Hauptproblem der Kötzer war vielmehr, dass das Team im Angriff zu viele unnötige Fehler produzierte und eine ganze Reihe von Angriffsbällen direkt ins Aus oder ins Netz schlug. Außerdem machte sich einmal mehr das Fehlen von Führungsspieler und Kapitän Max Kostin bemerkbar: so hatte es der VfL im dritten Satz geschafft eine 11:4 Führung aufzubauen, die Mannschaft agierte danach aber derart unkonzentriert und fahrlässig, dass der Gegner Stück für Stück herankommen konnte und nach dem Ausgleich zum 24:24 den Satz schließlich noch mit 26:24 für sich entscheiden konnte.

Danach durfte der TSV Krumbach sein Glück bei den Lechstädtern versuchen und machte seine Sache deutlich besser. Zunächst taten sich die Gäste jedoch ebenfalls schwer: eine katastrophale Annahme der Krumbacher Hintermannschaft um Libero Armin Lauhues zog sich durch fast den gesamten ersten Satz und so ging dieser auch völlig verdient an die Fuggerstädter von der DJK Augsburg-Hochzoll. Erst zur Mitte des zweiten Satzes, als der Krumbacher Abteilungsleiter, Alexander Eberhardinger, der krankheitsbedingt nicht spielen konnte, die Halle betrat um seine Mannschaft anzufeuern, lief es wieder flüssiger. Die Annahme funktionierte etwas besser und dies war auch das Fundament für den starken Krumbacher Angriff, der so durch Zuspieler Marcus Baumgärtner wieder besser in Position gebracht werden konnte. Dies setzte sich auch im dritten Satz so fort bis plötzlich Trainer und Diagonalspieler Benedikt Schmid signalisierte, dass er ausgewechselt werden müsse. Der Grund war zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht klar und so Spielten die Kammletaler den Satz mit Ihrem neuen Diagonalspieler Bastian Wriedt auch konzentriert zu Ende und siegten mit 20:25. In der Satzpause stelle sich nun heraus, dass es für Benedikt Schmid nicht mehr weiter gehen würde. Mit dieser Nachricht im Gepäck, wirkte Krumbach auf einmal wieder verunsichert. Der vierte Satz war zwar bis zum letzten Punkt offen, doch schaffte es Krumbach nicht die Köpfe völlig frei zu bekommen und mussten diesen Satz zum Schluss äußerst knapp mit 26:24 an Augsburg abgeben. Nun ging es für beide Teams in den Tiebreak und der TSV stellte noch einmal um. Mit Chris Brand und Marcus Baumgärtner standen nun beide Zuspieler auf dem Feld. Eine Aufstellung mit der die Augsburger zu Beginn des Tie-Breakes überhaupt nicht zurechtkamen und Krumbach schnell 4 Punkte enteilte. Doch dann war urplötzlich der Kopf wieder nicht komplett bei der Sache und Augsburg machte die Punkte durch ihren starken Außenangreifer, bis sie wieder auf einem Punkt dran waren. Letztendlich konnte sich Krumbach aber noch über die Ziellinie retten und gewannen den Tiebreak noch mit 13:15. Das 3:2 Endergebnis war angesichts der schwachen Leistung

durchaus akzeptabel. Doch einen Wermutstropfen mussten die Kammeltaler noch hinnehmen, Kai Pilz, einer Ihrer Außenangreifer, humpelte nach dem anstrengenden Match mit Schmerzen im Rücken vom Platz.
Anschließend stand dann das erste Landkreis-Derby seit Langem auf dem Spielplan: Die Landesliga-Absteiger aus Großkötz gegen den Bezirksliga-Neuling aus Krumbach. Dass der TSV seine Ambitionen in Sachen Durchmarsch zur Landesliga durchaus ernst meint, bewies das Team aus dem Landkreis-Süden bisher eindrucksvoll: sechs Spiele, keine Niederlage. Der VfL fand jedoch den besseren Zugang zur Partie und gewann den ersten Durchgang überraschend deutlich mit 25:18. Im zweiten Satz wachte der TSV dann auf, zeigte mehr Konzentration und der Annahme und Biss im Angriff, während die Kötzer sich nach dem Satzgewinn zu sehr in Sicherheit wähnten, sodass Krumbach folgerichtig zum 1:1 nach Sätzen ausglich. Danach lief bei den Kammelstädtern jedoch nicht mehr viel: vor allem VfL-Mittelblocker Alexander Maier und Zuspieler Robin Schmidt setzten die Krumbacher Annahme mit ihren Aufschlägen derart unter Druck, dass das Team nur noch wenige druckvolle Angriffe zustande brachte und Kötz beide Sätze recht deutlich für sich entscheiden konnte (25:18, 24:26, 25:12, 25:17). Spannend wäre es sicherlich noch geworden, wenn Krumbachs Spielertrainer Bene Schmid, der sich kurz vorher noch verletzte, und Großkötzs Max Kostin mit an Bord gewesen wären. So aber schiebt sich der VfL mit einem Zähler Vorsprung vor den TSV und darf zumindest während der kurzen Weihnachtspause auf dem Relegationsplatz überwintern. Doch ausruhen können sich beide Teams nicht, denn am 9. Januar steigt bereits das Rückspiel vor Krumbacher Publikum.

VfL Großkötz: Ammann, Bärreiter, Engelhart, Jahn, Kiehne, Maier, Schmidt, Seidler, Uhl
TSV Krumbach: Brand, Baumgärtner, Schmid, Halama, Sprenger, Lauhues, Burkhardt, Baumhauer, Braunsteffer, Pilz, Wriedt

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Fähigkeiten

Gepostet am

21. Dezember 2015